Aichach, 743 m
Auf ebenem Boden, der aber auf drei
Seiten steil abfällt und gegen die tiefe Schlucht des Schwarzgriesbaches
vorspringt, welcher von Seis her dem Eisack zueilt, steht die Burgruine
Aichach.
Heute steht die Ringmauer mit einem
nach innen offenen Torturm nur noch an der Angriffsseite in voller Höhe,
ansonst ist sie eingestürzt. Sie trägt Schwalbenschwarz-zinnen und hat
einen Absatz für einen Wehrgang. Am dreigeschossigen Turm ist ein
Rundbogentor und im obersten Geschoss eine zum Wehrgang führende
Rundbogentüre. Die Ringmauer ist vermutlich im 14. Jahrhundert erhöht
worden.
Vom 12. bis 14. Jahrhundert war die
Burg als brixnerisches Lehen im Besitz der Herren von Aichach, die ein
Zweig der Herren von Kastelruth waren. In der Geschichte spielt sie
keine Rolle. Heute ist die Burgruine bäuerlicher Besitz.
Die Burgruine kann besichtigt
werden. Man erreicht sie von Seis aus auf dem neuen Fahrweg, der zur
Fraktion St. Oswald hinabführt; der Weg zieht wenig oberhalb der
Ruine vorbei.
Text aus dem Buch "Die Burgen
Südtirols" erschienen im Athesia Verlag
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